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Barocke Kirche mit neuer mechanischer Orgel:
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Kein rauschendes Barock, keine himmelanstrebende Gotik - schlicht und vornehm ist das äußere Bild der Kirche. Aber sie hat ein ehrwürdiges Alter. Als man im Frühjahr 1937 im Zuge von Renovierungsarbeiten den Mörtel von den äußeren Kirchenmauern abschlug, wurden an den drei Außenseiten des Presbyteriums die Umrisse von romanischen und gotischen Fenstern freigelegt. Nach Angaben des Bundesdenkmalamtes stammen die romanischen Fenster aus dem 12. Jahrhundert, die gotischen aus dem 14. Jahrhundert. Die romanische Kirche war etwa 20 m lang, hatte vermutlich eine flache Holzdecke, jedoch keinen Turm. Die ursprünglich einschiffige Kirche erhielt beim Wiederaufbau um 1700 durch Anbau zweier Seitenkapellen Kreuzesform. Zur gleichen Zeit dürfte sie um etwa vier Meter verlängert worden sein. Im Jahr 1902 wurde das Seitenschiff mit dem darüberliegendem Oratorium, die Verlängerung des Hauptschiffes um zehn Meter, das neue Chor mit dem Choraufgang, die neue Sakristei und der gedeckte Turmaufgang dazugebaut. Der barocke Hochaltar wurde vermutlich nach 1700 aufgestellt. Das etwas ältere Altarbild (es ist frühbarock) zeigt eine Darstellung der Legende von der Kreuzauffindung durch die hl. Helena. Das wertvollste Bild ist das der vierzehn Nothelfer. Die frühbarocke Kanzel ist mit den Bildern der fünf Kirchenlehrer geschmückt. Der künstlerisch wertvollste Altar ist der herrliche spätbarocke Barbara-Altar, dessen Aufstellung nach 1750 auf die 1726 gegründete St. Barbara-Bruderschaft zurückgehen dürfte. Im Mai 1957 erhielt die Kirche die gegenüber der Kanzel aufgestellte aus Lindenholz geschnitzte Madonna. Bemerkenswert ist der barocke Kronleuchter und der Taufbrunnen mit dem getriebenen Kupferdeckel, der die Jahreszahl 1670 trägt. Die 1931 aufgestellte pneumatische Orgel stammt von Orgelbauer Josef Huber aus Eisenstadt. Sie hat zwei Manuale, 14 klingende Stimmen, freie Kombination, Crescendo-Schweller und elektrisches Gebläse. Die Begräbnisstätte befand sich bis 1895 rund um die Kirche und war erst 1834 gegen Norden vergrößert worden. An der nördlichen Kirchenmauer sind einige barocke Grabsteine erhalten geblieben. Der Kirchhof wurde in eine Gartenanlage umgewandelt, in der auch das Kriegerdenkmal mit dem Kunstwerk der Pietà und die Statue des hl. Johannes von Nepomuk stehen.
Die Weihe der neuen Bodem-Orgel fand am 18. April 2004 statt. Viele Pfarrgemeinden entscheiden sich heutzutage aus Kostengründen für eine elektronische Orgel, wenn sich die Sanierung der bestehenden Orgel nicht mehr rechnet. Der Hohenauer Pfarrgemeinderat entschied sich für das klassische Kircheninstrument. Der Anblick der tausenden Orgelpfeifen ist beeindruckend und deshalb eine Besichtigung wert. Der Klang wird von Fachleuten als einmalig empfunden. |