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Ein paar Worte zum derzeitigen Stand der Dinge:   PDF  Drucken  E-mail 

Die Zeiten, in denen es ausreichte, eine Onlinepräsenz vorzuweisen, die sich ausschließlich darauf konzentriert Informationen weiter zu geben, sind längst vorbei. Beispiel "E-Commerce" – Firmen konzentrieren sich schon längst nicht mehr allein darauf, ein paar nette Bildchen ihrer Produkte ins Netz zu stellen. Sie haben auf die Anforderungen der Kunden reagiert und bieten vom Katalog-Download, über die interaktive Händlersuche, bis hin zur Online-Bestellmöglichkeit viele Möglichkeiten für den dann hoffentlich zufriedenen Kunden.

In unserem Bereich, also im Bereich der Verwaltung, heißt das Zauberwort "E-Government". Bürgermeister Robert Freitag hat schon bei seinem Amtsantritt am 1. Dezember 2003 versprochen, im Bereich des Bürgerservice neue Maßstäbe setzen zu wollen. Mit seinem Auftrag, unser Bürgerservice auch über unsere Webpräsenz auszuweiten, stehen Ihnen nun umfangreiche Möglichkeiten zur Verfügung, sich den einen oder anderen Weg auf´s Rathaus zu ersparen.

Weil "E-Government" ein sehr dehnbarer Begriff ist, erlauben wir uns, unser Angebot, wie sie es auf www.hohenau-march.at finden, inhaltlich in drei Bereiche zu teilen:

  • Zum einen zählt schon das einfache Informationsangebot der öffentlichen Verwaltung zu diesem Bereich. Die Marktgemeinde Hohenau an der March ist seit März 2000 mit einer Homepage unter der Domain www.hohenau-an-der-march.at erreichbar. Obwohl vorerst als reines Informationsangebot wahrnehmbar, ist man damit eigentlich schon vor 3 Jahren auf den "E-Government-Zug" aufgesprungen.

  • Zum anderen soll auf einer zweiten, weiteren Ebene auf aktive Kommunikation aufgebaut werden. Mit der Neugestaltung unserer Webpräsenz, Mitte des Jahres 2002, wurden dem entsprechende aktive Kommunikationsmöglichkeiten eingebaut, wie zum Beispiel Anfrageformulare, Veranstaltungsmeldungen, Anzeigenmarkt oder Kursanmeldungen.

  • Unsere neue Webpräsenz unter der Domain www.hohenau-march.at umfasst nun auch den dritten Bereich der elektronischen Kommunikation innerhalb der öffentlichen Verwaltung: Die Transaktionsebene. Das heisst, möglichst viele Behördenwege oder -verfahren können, zumindest teilweise, elektronisch abgewickelt werden.

Aus unserer Sicht ist E-Government außerordentlich begrüßenswert, weshalb wir uns dieser Entwicklung natürlich nicht verschließen. Zum einen wird der Servicecharakter, der Bürgermeister Robert Freitag ein besonderes Anliegen ist, in den Vordergrund gerückt, zum anderen wird unsere Bürgernähe auch auf virtuelle Art unterstrichen, was unser Bürgerportal hoffentlich beweist.

Aber auch wenn Österreich im Bereich des "E-Government" keinen Vergleich mit anderen EU-Staaten zu scheuen hat, muss man sich der Tatsache bewusst sein, dass der "Behördenzugang von Daheim" noch längst nicht ausgereift ist. Wir dürfen uns deshalb erlauben, übertriebene Erwartungen in die Realität zurück zu holen.

Mit dem ab 1. März 2004 in Kraft getretenen E-Government-Gesetz wurden zwar wertvolle Voraussetzungen für die weitere Entwicklung des elektronischen Zugangs zur Verwaltung geschaffen, an umfassenden und praxistauglichen Systemen gilt es jedoch noch viel zu arbeiten. Nicht umsonst wurden vom Gesetzgeber Übergangsfristen bis Ende 2007 geschaffen.

Erwarten Sie also (noch) nicht zu viel. Unser E-Government-Angebot zählt zu den zehn umfangreichsten in Niederösterreich überhaupt. Trotzdem lässt sich noch nicht alles von der Wohnzimmercouch erledigen. Ein großes Problem dabei ist der eindeutige Identitätsnachweis: nicht jeder verfügt über ein Kartenlesegerät und die notwendige Software zum Zwecke der Identifikation mittels elektronischen Signatur dem Amt gegenüber. Dass im Internet sehr oft falsche Identitäten angenommen werden, ist kein Geheimnis. E-Government stellt noch dazu keine Kommunikation beliebigen Inhalts, sondern oft rechtsverbindlichen Datenverkehr dar. Zudem hat man noch wenig Erfahrung damit, weshalb die Angst oder Skepsis überwiegt, wenn es um das Versenden persönlicher Daten, oder gar das Bezahlen mittels Internet geht.

Alle Möglichkeiten, die dem Datenschutz nicht widersprechen und die den einen oder anderen Behördenweg ersparen können, wurden versucht auszuschöpfen. Auch wenn es in manchen Bereichen einstweilen "nur" ein Formular ist, das zum Download zur Verfügung steht: daheim ausgefüllt und dann per Post, Fax oder persönlich übermittelt, erspart man sich zumindest schon mal einen Weg, nämlich den, das Formular am Rathaus zu besorgen. Und einige Amtswege können derzeit wirklich schon zur Gänze über das Internet erledigt werden (siehe Online-Verfahren).

Je früher man sich mit E-Government beschäftigt bzw. Lösungen in diese Richtung anbietet, desto schneller lernt man damit umzugehen. Irgendwann wird es bestimmt so sein, dass alle Systeme ausgereift sind, die digitale Signatur zum Standard gehört und man nahezu alles vom Heimrechner aus erledigen kann. Dann wissen wir Hohenauerinnen und Hohenauer schon damit umzugehen. Unser Ziel ist es, von Beginn an dabei zu sein, wenn es darum geht, nicht den Bürger, sondern die Daten laufen zu lassen.


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